Behind happiness

Nach dem Modedesign Studium habe ich in München, kurz in New York und wieder München gearbeitet. In der Modeindustrie, wie ich sie erlebt habe, war ich aber schnell sehr unglücklich. Das lag vor allem an den Bedingungen unter denen die UNMENGEN an Kleidung entstehen. Und auch an dem unfassbaren Zeitdruck, der in dieser Branche normal ist. Die Kollektions-Zyklen scheinen sich beinahe zu überschlagen - aber wofür? Um mehr Kleidung in die Läden zu bringen und die alte Kleidung "verschwinden" zu lassen? Das hat für mich alles keinen Sinn gemacht. Es fiel mir nicht leicht das alles hinter mir zu lassen, da ich immer kreativ arbeiten und Neues entstehen lassen wollte. Nun, das war in dieser Branche leider nicht immer die Realität. Deswegen habe ich der Mode nun erstmal den Rücken gekehrt.

Von da an habe ich mir viel Zeit genommen mich zu verlieren, um herauszufinden was mich wirklich glücklich macht. 

Naja ok, seien wir ehrlich, ich war lost. So richtig lost. So lost wie diese eine Socke die du nie wieder gefunden hast.

Mein Weg war lang, mein Weg war anstrengend und nicht immer bunt. Dafür hatte er viele Stationen für mich parat und eine davon war die Designschule in München, mit der Absicht Grafikdesignerin zu werden. Super Idee wie ich immer noch finde. Tatsächlich habe ich die Ausbildung aber wieder abgebrochen (ja ja die junge Liebe) und statt dessen hat es mich zurück in die Heimat gezogen um dort übergangsweise in einer Küche eines winzigen Restaurants namens "Da Vinci" zu arbeiten (was für eine Ironie!) und mich zwei Semester an der Justus-Liebig-Universität der Kunst und Philosophie zu widmen. Selbstverständlich habe ich das nicht fertig studiert (man muss ja langsam mal Geld verdienen!).

Danach habe ich eine ganz falsche Abzweigung genommen und mehr aus Verzweiflung als aus Interesse (nun man wird ja auch nicht jünger) eine "solide" Ausbildung als Bürokauffrau begonnen. In welcher ich kläglich versagt habe. Na wer hätte das gedacht? Keine einzige Zelle meines Körpers wollte in einem Büro sitzen, jede Faser meines Körpers hat die Berufsschule verabscheut. Kurz bevor ich eigentlich ALLES aufgeben wollte, also wirklich alles alles, hat es mich dann aus purer Verzweiflung (und einiger holpriger privater Umstände) doch wieder in die Modebranche verschlagen. Was soll ich sagen - Girls gotta eat! Bis ich mich dann nach einem Jahr entschieden habe das Land zu verlassen und Neustart Nr. 3595 zu wagen. 

Und nun finde ich mich wieder, in der für mich schönsten Stadt der Welt: Bern. Hier arbeite ich bereits seit zwei Jahren als Visual Designerin in einem IT Unternehmen und ich glaube ich schlage endlich, leise und ganz langsam kleine Mini-Wurzeln. Yay!

Was wohl auch der Grund dafür ist, dass ich mich nun endlich getraue meinem Herzen zu folgen und wieder zu malen. Und somit ist dieser Shop hier entstanden.

Ich freu mich riesig, dass du da bist.

Komm mit, wir malen uns die Wege bunt!