10 Tipps wie du die Meere schützen kannst

Was du tun kannst..

1. Vermeide Kleider aus Synthetikfasern 

Laut einer Studie des International Union for Conservation of Nature, sind 35% des Mikroplastiks im Meer, Faserabrieb von der Textilwäsche. Damit stehen synthetische Textilefasern auf Platz 1 der Mikroplastikquellen bei der Meeresverschmutzung. Bei jeder Wäsche lösen sich kleinste Faserbruchstücke, die ins Abwasser gelangen und nicht mehr rausgefiltert werden.Du kannst dem entgegenwirken, indem du einen extra Waschbeutel wie z.B. diesen hier verwendest. Dieser Beutel fängt das Mikroplastik ab und verhindert, dass es in den Kreislauf gerät.

Extra Tipp: Verzichte bei den synthetischen Kleidern auch auf Weichspüler denn dieser macht die Kleidungsstücke brüchig. Die Kleider gehen also schneller Kaputt und sie belasten die Umwelt noch mehr, da sich noch stärker kleine Plastikpartikel aus den Fasern lösen.

Super nachhaltige und tolle Mode aus wunderbaren Naturfasern wie z.B. Leinen, Hanf, Wolle oder Baumwolle kannst du zum Beispiel bei meiner liebsten Freundin unter www.helenaharfst.de bestellen. Die Teile werden in liebevoller Handarbeit in ihrem Atelier in Hessen entworfen und gefertigt. Mittlerweile haben sich aber auch zahlreiche Modeunternehmen der Nachhaltigkeit verschrieben. Second Hand Mode aus Naturfasern ist auch immer eine super Alternative die ich selbst gerne nutze.

 

2.Vermeide Kosmetika die Mikroplastik enthalten

Mikroplastik wie z.B. Acrylate oder Polymere sind leider in vielen Produkten wie Peelings, Haargels oder Zahnpasta vertreten. Das Problem ist, dass diese Partikel nicht vollständig durch Kläranlagen gefiltert werden und dadurch in unser Trinkwasser, die Flüsse und schliesslich im Meer landen. 

Microplastic

Wie erkenne ich Mikroplastik in Kosmetikprodukten?

Hier habe ich eine Übersicht vom "BUND" eingefügt, mit den momentan häufig genutzten Kunststoffe in Kosmetika und ihren Abkürzungen:

PE Polyethylen
PP Polypropylen
PET Polyethylenterephthalat
Nylon-12 Nylon-12
Nylon-6 Nylon-6
PUR Polyurethan
AC Acrylates Copolymer
ACS Acrylates Crosspolymer
PA Polyacrylat
PMMA Polymethylmethacrylat
PS Polystyren
PQ Polyquaternium

Quelle: Einkaufsratgeber, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

 

3. Loser Tee - Wunderschön und besser für die Umwelt

Manche Teebeutel können Mikroplastik enthalten. Beim Aufbrühen können sich dann u.a. von verwendeten Klebstoffen oder Kunstfasern kleinste Partikel ablösen und in den Tee und dadurch in deinen Körper gelangen oder eben in den Wasserkreislauf und somit ins Meer. Ich nutze losen Tee nicht nur als Genussmittel sondern auch als dekoratives Element in unserer Küche. Loser Tee in Glasbehältern sieht einfach wunderbar aus!

 

4. Farbreste? Bitte nicht einfach in den Abfluss

Bitte Schütte Farbreste nicht einfach so in den Abfluss und achte, wenn möglich bereits beim Kauf auf ökologische Farben, ohne kunststoffhaltige Bindemittel. Wie du richtig entsorgst kannst du in diesem Artikel hier lesen.

Zu vermeidende Bindemittel sind zum Beispiel Reinacrylat, Silikonharze oder Styrol-Acrylat. 

Bob Ross

5. Probiere alternative Produkte in deine Ernährung einzubauen

Circa 90 % der Fischbestände gelten heute als stark befischt oder überfischt. Fische sind von entscheidender Bedeutung, sie bilden die Grundlage für fast alle Ökosysteme in den Ozeanen. Leider bedrohen die Auswirkungen der Überfischung die Existenzgrundlage von vielen Millionen Menschen, vor allem in ärmeren Ländern. Wir verspeisen ihre Lebensgrundlage.

Für uns in der Schweiz und in Deutschland gibt es unfassbar viele Alternativen, um sich ausgewogen zu ernähren. "Fleisch"- und "Fischprodukte" aus u.a. Gemüse, Seitan oder Tofu sind mittlerweile in fast jedem Supermarkt zu finden. Mein Mann zaubert eine Veggie-Bolognese aus veganem Hack, die schon den ein oder anderen Fleischesser hinters Licht geführt hat. Probier das unbedingt mal aus! Auch für Omega-3-Fettsäuren gibt es Alternativen: Statt Fischölkapseln aus Haien, Krill oder anderen Seefischen, probiere es mit Nahrungsergänzungsmittel aus Mikroalgen.

Alternativen

 

6. Verzichte auf biogene Souvenirs

Was im Urlaubsland so schön und oft günstig erscheint, hat seinen Preis. Den bezahlen Millionen von Meerestieren auf der ganzen Welt. Für schmuckvolle Haarklammern sterben Schildkröten, wegen ihres Schildpatts. Zähne von Haien für Halsketten, Korallen verschwinden für immer, um Dekolletés und Ohren zu schmücken. Seepferdchen, Muscheln oder Seeigel fristen später ein trauriges Dasein, verstauben auf dem Regal irgendeines Partykellers. Diese Mitbringsel sind Zeugen von Qualen und erinnern lediglich an den Tod von wehrlosen wunderschönen Meerestieren, nicht an einen fröhlichen Urlaubsgruß.

Überlege dir gut, bevor du etwas kaufst. Leider werden trotz internationaler Artenschutzgesetze, Souvenirs aus biogenen Materialien überall auf der Welt angeboten. Wirkungsvoller als diese Gesetze sind wir. Kaufe keine Souvenirs, die aus tierischen Materialien hergestellt wurden. Du bist dir nicht sicher? Verzichten ist sicher. Erzähle auch deinen Freunden und Verwandten davon und hilf mit, die Artenvielfalt zu schützen.

Souvenirs

 

7. Kaufe regional und reduziere deinen Fleischkonsum

Schon mal von Eutrophierung gehört?

Ökologischen Probleme wie u.a. Überfischung, Grundschleppnetzfischerei Meeresverschmutzung oder Unterwasserlärm sind nur einige Probleme mit der sich die schöne Ostsee rumschlagen muss.

Das brackige Binnenmeer, das von neun nordeuropäischen Ländern umgeben ist, ist zudem einem Prozess namens Eutrophierung ausgesetzt ist. (Na wer kann sich noch an seinen Bio-LK erinnern? :P ) Ein zu hoher Nährstoffeintrag, der vor allem den Abflüssen aus der industriellen Landwirtschaft geschuldet ist, führt zu einem Algenwachstum, das verminderte Lichtverhältnisse im Wasser und Sauerstoffmangel zur Folge hat. Daher gelten 97 % der Ostsee als eutrophiert, was sie zu einem der größten sauerstoffarmen Gebiete der Erde macht. Es entstehen sogenannte „tote Zonen“, in denen kein Leben möglich ist. Dies betrifft nicht nur die vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswale, sondern alle Arten und das gesamte Ökosystem.

Kontrolliere deinen Konsum von Lebensmitteln und vermeide den Verzehr von Fleisch. Kaufe Fleisch und Gemüse/Früchte saisonal bei Bio Bauern in deiner Umgebung, probiere auch im Supermarkt Bio Produkte zu kaufen um die Verbreitung von Pestiziden nicht weiter zu unterstützen. (Mikroplastik gilt übrigens als Magnet für Pestizide und andere Giftige Substanzen die wieder in unserer Körper gelangen und dort schaden anrichten).

Binnenmeer

8. Versuche auf Fisch und Meerestiere zu verzichten

Es kann bis zu 600 Jahre dauern, bis sich allein ein einziges Fischerei Fangnetz zersetzt hat – 600 Jahre geistert es herum und tötet alles, was sich einmal im Netz verfängt.

Ausserdem sind Fischereigeräte wie Haken, Netze, Leinen oder Verunreinigungen durch die Schifffahrt ein wesentlicher Teil der Meeresverschmutzung. 

Der WWF schätzt, dass Geisternetze in europäischen Gewässern etwa zehn Prozent des schwimmenden Mülls ausmachen. Greenpeace rechnet hoch, dass jährlich etwa 25.000 Netze in diesen Gewässern landen.

Egal ob Netze im Einsatz sind oder als sogenannte Geisternetze frei im Meer herumtreiben, sie töten unnötig viele Lebewesen, die nicht auf dem Teller, sondern als Beifang im Netz oder tot auf dem Meeresgrund landen. Der Verzicht von Fisch und Meerestieren hilft effektiv, Netze aus unseren Ozeanen zu verbannen und die Meeresverschmutzung erheblich zu verringern.

Fischernetze Nein Nein

9. Selfies mit Stars sind uncool

Für einen guten Instashot gehen viele zu weit. Selfies mit Meerestieren sind leider  viele Seesterne ein großes Problem. Denn nimmst du sie einmal aus dem Wasser, können sie sterben. Sobald Luftbläschen in ihr Wassergefäßsystem gelangen, können Atmung und Fortbewegung der Tiere direkt blockiert werden und die Seesterne sterben. Weltweit nimmt das Seestern-Sterben massiv zu. Grund dafür sind Ursachen wie Klimaveränderungen, Umweltverschmutzung, Viruserkrankungen wie etwa im Nordpazifik oder Touristen dir Selfies machen. An vielen Stränden der Welt wie etwa Playa del Estrella (Panama), Isla Saona (Dominikanische Republik) oder Bai Sao (Vietnam) verschwinden die Seesterne allein durch Touristen, die so gerne nach ihnen greifen :( Die Seesterne gaben diesen Stränden einst ihre Namen, bald erinnern sie nur noch daran.

Bitte fasse keine Wildtiere an, füttere sie nicht und töte sie nicht.

Seestern

10. Boykottiere Einrichtungen mit Delfinen und anderen Wildtieren

Delfine verfügen über eine sehr hohe Sozialkompetenz und zählen zu den intelligentesten Lebewesen auf unserer Erde. Delfine dürfen niemals in Gefangenschaft – egal, ob Meerespark, Hotelpool oder Therapiezentrum. Sie gefangen zu halten bedeutet, ihnen ihre freiheitsliebende Identität zu rauben und sie langfristig auf qualvollem Wege zu töten.

Boykottiere jede Art von Einrichtung, die Delfine und andere Meerestiere gefangen hält. Und falls du mal das große Glück hast, ihnen draußen im Meer zu begegnen: Lass sie in Ruhe und geniesse einfach. Schwimme ihnen nicht hinterher und fasse sie bitte nicht an. Du kannst Delfine mit Krankheiten anstecken und es bedeutet Stress für die Tiere. Daher bleiben leider nun auch viele Delfine den küstennahen Buchten in Urlaubsorten fern, wo sie einst ihre Ruhe fanden. Durch die Touristen werden sie permanent aufgescheucht und sie lassen ihnen keinen Schlaf. Delfine aber brauchen dringend ihre Erholungsphasen, um Nahrung zu erbeuten und die Herausforderungen des offenen Meeres zu meistern.

nein!
Danke, dass du mithilfst unsere Erde zu schützen.

  

Quellen:

https://sea-shepherd.de/deinmeeresschutz/

https://www.quarks.de/umwelt/muell/fakten-zu-mikroplastik/

https://www.oekosystem-erde.de/html/industrielle_landwirtschaft/

https://utopia.de/ratgeber/geisternetze-in-den-meeren-so-gefaehrlich-sind-sie/